Obstbäume und der korrekte Schnitt


Was haben diese Bilder gemeinsam? Beides sind Apfelbäume, aber mit ganz unterschiedlichen Kronenformen. Ich will hier nicht näher auf den Obstbaumschnitt eingehen, noch will ich mich für einen bestimmten Umgang mit Obstbäumen stark machen. Ich möchte einfach diese beiden Bilder zeigen, weil ich Freude daran habe.


Beim ersten Bild handelt sich um die berühmte Oeschberg-Krone, fotografiert bei der Kant. Gartenbauschule Oeschberg. Diese Form ist sicher den meisten bekannt und wird als normal empfunden. Obstbäume sehen einfach so aus, ist doch klar. Das stimmt (so nicht ganz) und ergibt auch Sinn. Grundsätzlich pflanzen wir Menschen Obstbäume, damit wir uns mit Obst versorgen können. Viele freuen sich auch daran, wenn sie sich intensiv mit ihren Bäumen beschäftigen können: Veredeln, Aufbauen, Pflegen, Erhalten, Ernten, usw. Das ist eine wunderschöne und befriedigende Arbeit. Und was gibt es besseres, als ein Apfelkuchen mit eigenen Äpfeln?


Es gibt aber auch eine andere Herangehensweise. Warum dem Baum nicht seine natürliche Form lassen? Apfelbäume sind grundsätzlich schön, auch wenn sie nicht in eine bestimmte Form geschnitten werden. Oder nicht? Das zweite Bild, finde ich, illustriert das sehr gut. Dieser Baum steht in einem Kundengarten. Auch er wurde geschnitten, ja. Aber eben mit einem ganz anderen Fokus. Hier geht es in erster Linie um die Zierde, was legitim ist. An so einem Baum wachsen auch Früchte, halt nicht so viele und nicht so grosse.


Mir gefallen beide Bäume. Beide sind gut gepflegt und beide erfahren einen respektvollen Umgang von Leuten, die ihr Handwerk verstehen. Und das ist wiederum mir wichtig.

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